November 2013: Drei Fragen und Erkenntnisse, mit denen Sie dem Montags-Blues „nein Danke“ sagen!

Für gar nicht wenige Menschen ist das Wochenende ein Problem. Die einen leben nur für das Wochenende, die anderen können es gar nicht erst genießen, weil der Montag schon vor der Türe steht. Dass der Montag für die meisten ein schleppender Wochenanfang ist, ist weit verbreitet. Manchmal geht das aber etwas weiter. Dann fragt man sich: Ist das jetzt einfach der Montags-Blues, habe ich eine depressive Verstimmung oder bin ich vielleicht sogar depressiv?

Eine diagnostizierte Depression gehört ganz klar in die Hände von Fachleuten, doch gegen depressive Verstimmungen oder den Montags-Blues können Sie eine Menge tun. Die Fachwelt sieht nämlich einen engen Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Depression. Je dankbarer Sie also im Alltag sind, desto zufriedener. Damit stabilisieren Sie sich und sorgen für eine gute Stimmung.

Hier drei Fragen und ein ganz konkreter Strubel-Tipp, für alle, die Dankbarkeit als Anti-Depressions-Strategie bei sich anwenden wollen.

Was läuft gut in meinem Leben – womit bin ich zufrieden?
Wir funktionieren oft im Alltag nur: Erledigungen machen, Verpflichtungen nachkommen, und vieles mehr. Darüber vergessen wir aber oft, inne zu halten und uns zu fragen, was gut läuft, worüber wir uns keine Gedanken machen müssen. Oft sind es gerade solche Selbstverständlichkeiten wie Gesundheit.  Erst wenn wir plötzlich Schmerzen haben, wird uns bewusst, wie sehr wir uns im Alltag auf unseren Körper verlassen können, wie dankbar wir für Gesundheit sein können. Oder denken Sie an einen typischen Tag im Büro: Sie haben zwei Dutzend wunderbarer, angenehmer Kontakte, aber worauf fokussieren wir uns und lassen uns oft den Tage verderben? – Von diesem einen aufgebrachten Anrufer! Jetzt geht es darum, diesen Fokus umzudrehen: Was ist gut, reibungslos und verlässlich in Ihrem Leben? Und was macht Sie gerade so rundum zufrieden oder gar glücklich?

Was habe ich schon erreicht – Worauf bin ich stolz?
Auch hier richten wir im Alltag oft den Fokus auf das, was uns nicht gelungen ist oder was wir als Makel empfinden. Wie unfair! Sie haben in Ihrem ganzen Leben schon so viel gemeistert. Denken Sie nicht nur an riesige Probleme, denken Sie an Ihre Führerscheinprüfung. An Ihren ersten eigenen Mietvertrag. An das tolle Projekt letztes Jahr. An die Ablage, die Sie viel besser organisiert haben als Ihre Vorgängerin. Nehmen Sie war, wie toll Ihre Kinder geraten sind! Das ist auch Ihr Verdienst. Seien Sie stolz darauf, dass Ihre Familie so gut miteinander auskommt, weil Sie alle zusammenhalten …

Welche wertvollen Menschen habe ich in meinem Leben?
Wenden wir uns nun den Menschen zu, die mit Ihnen zusammen unterwegs sind. Wer sind die Menschen in ihrem privaten Umfeld? Wen treffen Sie in der Arbeitswelt? Wen in der Freizeit? Und vor allem die Frage: Mit wem bin ich gerne zusammen? Mit wem kann ich herzhaft lachen, tiefe und bewegende Gespräche führen? Wen würde ich anrufen, wenn es mir mal schlecht geht? Wer sucht meinen Rat? Wer ruft mich zum Geburtstag an? Und, sind Sie fündig geworden?

Sie sehen: So eine Positivbilanz macht einen gleich richtig froh – und dankbar! Für alle, die diese Spur gerne weiterverfolgen wollen, hier wie immer der persönliche Strubel-Tipp, den ich mir immer wieder auch selbst verordneJ

Strubel-Tipp:
Machen Sie es sich zu Gewohnheit jeden Abend vor dem Schlafengehen 1-2 Einträge in ihr Tagebuch zu machen, indem Sie Situationen kurz schriftlich festhalten, wofür sie heute dankbar sind. Und keine Angst vor Wiederholung, denn das sind dann ihre ganz besonders wichtigen Dankbarkeitssituationen. Genau diese helfen Ihnen dann in Zeiten, in denen es ihnen nicht so gut geht am besten weiter.

Menschliche Grüße von

Ihrer Ulrike Strubel